Dauerausstellungen | Ur- und Frühgeschichte

Ur- und Frühgeschichte

Der Eichenhof, die reetgedeckte ehemalige Scheune des Gutes Riensberg, bietet einen Gang durch die Ur- und Frühgeschichte des Bremer Raumes. Beginnend mit den Eiszeiten, die über Jahrhunderttausende hinweg die Entwicklung von Mensch und Tier in unserem Raum beeinflussten, kann man den Weg durch die Zeiten bis ins frühe Mittelalter beschreiten.

Die Erwärmung des Klimas am Ende der letzten Eiszeit ermöglichte es den Jägern und Sammlern sesshaft zu werden. Zeugnisse der folgenden steinzeitlichen Bauernkulturen finden sich überall in Bremen und Umgebung. Dazu gehören z.B. Geräte und Waffen aus Stein, wie Äxte, Beile, Dolche oder Pfeilspitzen.

Die Weser gab bei Bagger- oder Kiesarbeiten besonders wertvolle und zahlreiche Gegenstände aus der Bronzezeit preis. Hierzu zählen vor allen Dingen Waffen, wie Bronzebeile, Lanzenspitzen, Schwerter und Dolche. Einzigartig in Nordeuropa ist der aus der Lesum stammende Kammhelm aus Bronze. Zahlreich sind jedoch auch die Grabfunde der Bronze- und Eisenzeit: Urnen aus Keramik und Bronze sowie Schmuckbeigaben aus Bernstein, Bronze und Gold.

Besonders dicht war der Bremer Raum in der Römischen Kaiserzeit besiedelt. Von den Eroberungsversuchen der Römer zeugen eine reich verzierte römische Schwertscheide, sowie Bronzegefäße und Münzen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sächsischen Zeit Bremens. Der germanische Volksstamm der Sachsen war bis zur Niederwerfung und erzwungenen Christianisierung durch Karl den Großen nicht nur für den Bremer Raum von großer Bedeutung. Der wichtigste Fundplatz ist das Gräberfeld von Mahndorf. Aber auch die vielfach nachgewiesenen Siedlungen sind u.a. durch einen in den Boden versenkten Befund und eine Lichtprojektion wieder lebendig gemacht.


Seit Anfang Dezember 2009 ist der Eichenhof geschlossen. Die Sammlung wird mit neuem Ausstellungskonzept im Frühjahr 2011 wiedereröffnet.